
BLN-Gespräch mit Vorstand Heiderose Reimer, Teil 1
Vorspann
Wie die Berliner LOKALNACHRICHTEN in den Ausgaben 5/07 und 6/07
berichteten wurde für die Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend eG am 28.
Februar 2007 die drei Jahre dauernde Insolvenz beendet. Das war zugleich der Neustart
für eine über 100 Jahre alte Genossenschaft, deren wechselhaftes Schicksal nun vor einer
neuen großen Herausforderung steht.
In diesem Zusammenhang sandte das weiterhin in der Josef-Orlopp-Straße in Berlin
Lichtenberg ansässige Unternehmen am 25. April einen Brief an über 108.000 Mitglieder,
in dem detailliert über die Beendigung der Insolvenz, das von der 31.
Vertreterversammlung beschlossene Unternehmenskonzept, Aspekte zukünftiger
Servicetätigkeit sowie die sich aus der neuen Lage für die Mitglieder ergebenden
Konsequenzen informiert wurde.
Auf dieses Schreiben reagierten, wie nicht anders zu erwarten, die Mitglieder in
Briefen, Mails, Faxen, Telefonanrufen an den Konsum sowie an die Berliner
LOKALNACHRICHTEN zustimmend, aber auch kritisch. Aus diesem Grund führte
unser Freier Mitarbeiter Werner Rahn mit Vorstand Heiderose Reimer ein Gespräch,
dessen ersten Teil wir in dieser Ausgabe veröffentlichen. Teil 2 erscheint in Ausgabe 13/07,
die am 13. Juli vorliegen wird.
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Würden Sie unsere Leser einleitend über die Mitgliederreaktion aus statistischer Sicht
informieren.
Bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt bekam Konsum Berlin mehr als 5000 Briefe, in denen
Zustimmung und Freude, aber auch Misstrauen, Unsicherheit und Kritik in zahlreichen Fragen
und Problemen formuliert wurden. In den ersten vier Wochen erhielten wir täglich zwischen 200
und 300 Anrufe, bis zu 30 Mitglieder nahmen die Sprechstunden (Di 9-13 Uhr, Do 13-18 Uhr)
wahr, die aber nicht selten nach Absprache auch an anderen Tagen stattfanden und mitunter bis
nach 21 Uhr dauerten.
In den Zuschriften enthalten sind bis dato rund 2000 Widerrufe, etwa 1000 außerordentliche
Kündigungen, mehr als 600 Erbfallangelegenheiten sowie rund 700 konkrete Anfragen.
Welche Sachgebiete sind davon betroffen?
Eine der zentralen Fragen war „Wann ist mit der Auszahlung der Geschäftsguthaben zu
rechnen?“ Diese betragen bekanntlich etwa 57 Mio. Euro und betreffen u.a. einen Kreis von über
5000 sogenannten „Hochzeichnern“. Hinter diesem Begriff verbergen sich Mitglieder, die
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zwischen 5000,- 12500,- oder auch 25000,- Euro beim Konsum anlegten und dafür, das nur zur
Erinnerung, in den 90er Jahren sechs Prozent Dividende erhalten konnten.
Nun noch mal zur Frage selbst: Ab wann also können die Mitglieder auf eine Rückzahlung
hoffen?
Darauf sind wir im Brief mit dem Hinweis eingegangen, dass „mit Beschluss der 35.
Vertreterversammlung Gewinnausschüttungen an Mitglieder bis 2012 ausdrücklich
ausgeschlossen werden, da sie unmittelbar eine erneute Existenzgefährdung der Genossenschaft
hervorrufen würden“. Hintergrund ist der Fakt, dass zum 1. März 2004, also mit Beginn der
Insolvenz, die aufgelaufenen Verluste die Geschäftsguthaben und Rücklagen überstiegen.
In diesem Zusammenhang und auch weil das „Anlage-Problem“ in einigen Medien nicht
korrekt dargestellt wurde: Es gab und gibt auch jetzt, entgegen der Vermutung nicht weniger
Betroffener, kein „Sonderkonto Mitgliedervermögen“. Mancher geht vielleicht davon aus, dass
mit Beendigung der Insolvenz dieses „Sonderkonto“, auf dem die 57 Mio. Euro
Mitgliederguthaben deponiert sein müssten, wieder freigegeben werden könnte. Um dann die
Forderungen der jeweiligen Mitglieder befriedigen zu können. Diese Vermutung ist ein
fundamentaler Irrtum.
Natürlich gelangten die Einzahlungen der Mitglieder, egal in welcher Höhe, erst einmal auf
ein Konsum-Konto. Es wurde aber mit diesem Geld gearbeitet. Was in diesem Falle hieß, die
Beträge in die jeweiligen Jahresbilanzen zu übernehmen und in Projekte, wie beispielsweise die
Kaufhallen-Komplexe in Grünau oder Köpenick, zu investieren. Unter Berücksichtigung dieser
Faktoren beträgt das Guthaben jedes einzelnen Mitgliedes zum gegenwärtigen Zeitpunkt Null
Euro. Das ist die harte Wahrheit, die alle zur Kenntnis nehmen und von der wir unsere
zukünftigen Strategie abhängig machen müssen.
Soviel zur Klarstellung. Was können die Mitglieder, ein positiver Geschäftsverlauf in den
nächsten fünf Jahren vorausgesetzt, dann erwarten?
Unser Ziel ist es, die Werthaltigkeit der Guthaben schrittweise wieder aufzubauen. Davon
gehen Vertreterversammlung, Vorstand und Aufsichtsrat einvernehmlich aus. Alles Wesentliche
muss diesem Grundsatz untergeordnet bleiben. Denn eine Genossenschaft ist durch die
Besonderheit ihrer Struktur und der Eigentumsverhältnisse definiert, in denen die Interessen der
Mitglieder letztendlich Vorrang haben.
Natürlich dürfen dabei die Wirtschaftsfaktoren nicht ignoriert werden, von denen die
weitere Entwicklung des Konsum anhängig ist. Unsere Gesamtschuldensumme, die einmal bei
rund 140 Mio. Euro lag, beläuft sich nach der Umfinanzierung auf noch 66,8 Mio. Euro. Sie
wurde also durch Verkäufe und Verzichte der Gläubiger mehr als halbiert. Den neuen Kredit
sichert uns die EUROHYPO AG und, mit einem kleineren Betrag, die real-
Einzelhandelsgruppe.
Der Konsum hat aber noch ein beachtliches Vermögen in Form von Immobilienobjekten...
Uns verblieben 43 Standorte mit einem Wert von 82 Mio. Euro, die an diverse Unternehmen
wie extra oder Plus vermietet sind und uns demzufolge Mieteinnahmen garantieren. Die Summe
liegt bei 6,9 Mio. Euro pro Jahr. Mit diesem Geld muss schrittweise die Entschuldung des
Unternehmens fortgeführt werden. Außerdem ist davon die Instandhaltung zu gewährleisten.
Relevant ist in dem Zusammenhang die Rückführung der Immobilienverwaltung von der
Treureal an den Konsum. Die Verlagerung war ohnehin ein Vorgang, der bedeutend mehr
Kosten als notwendig verursacht hat. Schließlich wären hier noch die Personal- und Sachkosten
zu erwähnen, die maßgeblich vom Prinzip der Sparsamkeit geprägt sind.
Stichwort Kosten: Nicht wenige Mitglieder fragen sich und damit natürlich auch ihre
Genossenschaft, was die drei Jahre dauernde Insolvenz gekostet hat? Es gab oder gibt noch den
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Insolvenzverwalter, zahlreiche Gutachten mussten vorgelegt werden, auch die Behörden, vor
allem die Gerichte, arbeiten ja nicht zum Nulltarif...
Um es vorweg zunehmen: Einen einigermaßen gesicherten Betrag kann ich Ihnen zum
gegenwärtigen Zeitpunkt aus objektiven Gründen nicht mitteilen. Dazu fehlen noch eine Reihe
von Einzeldaten. Die diversen Gutachten zu Fragen der Rentabilität oder der Vermögenswerte,
die Unternehmen wie beispielsweise Ernst & Young erstellt haben, sind samt und sonders mit
sechsstelligen Summen verbunden. Das Amtsgericht Charlottenburg hat zu Beginn der Insolvenz
einen Betrag von 170.768,88 Euro erhalten, im Mai 2007 wurden weitere 132.733,33 Euro
überwiesen, womit allein diese Kosten-Position exakt 303.502,21 Euro betrug. Was den
Insolvenzverwalter selbst angeht, so ist dieser gegenwärtig noch befristet mit
Nachinsolvenzarbeiten befasst.
Zu Ihrer weiteren Information soviel: Es kann davon ausgegangen werden, dass im
Zusammenhang mit der für den 7. Juli vorgesehenen Informationsveranstaltung für die Vertreter
hier vor Ort weitere Einzelheiten bekannt werden. Nicht zuletzt auch, weil jedes Mitglied
entsprechend dem Genossenschaftsgesetz in der Fassung von September 2006 und unserem
Konsum-Statut § 12 (2) ja ein Recht auf Information zur Entwicklung der Genossenschaft hat.
Was können Sie den Lesern der Zeitung zum Stand der bereits an gekündigten
Satzungsänderungen mitteilen?
Die im Dezember 2003 von der Vertreterversammlung berufene aus 11 Mitgliedern
bestehende Satzungskommission wird im Zusammenhang mit der neuen Situation jetzt verstärkt
tätig. Dabei müssen sowohl die Novellierung des Genossenschaftsgesetzes wie auch und vor
allem die im Prozess der Insolvenz gewonnenen Erfahrungen berücksichtigt werden.
Konsum Berlin steht vor einer immensen Herausforderung. Die ist nur zu bewältigen,
wenn die verbliebenen Mitarbeiter ihre Aufgaben engagiert wahrnehmen. Wie ist der
gegenwärtige Personalstand?
Erinnert sei daran, das die Genossenschaft im Jahre 2003 über knapp 200 Angestellte
verfügte, da zählten die Kette K-Tours mit ihren acht Filialen und das Hotel am Müggelsee noch
zum Unternehmen. Am 1. März 2004 waren es noch 22, seit dem 20. Juni 2007 ist Konsum
Berlin auf ganze 10 Mitarbeiter reduziert. Wenn man diese Zahl ins Verhältnis zur Eingangs-
Statistik setzt, ist abzuleiten, welcher Dauerbelastung hier alle ausgesetzt sind.
Immer wieder wird auch nach den Schuldigen für das Konsum-Desaster gefragt. Wie ist
diesbezüglich der Stand der Dinge?
Seit September 2003 laufend nachfolgend diverser Presseveröffentlichungen, mehrerer
Anzeigen von „Betroffenen“ und natürlich im Zusammenhang mit der Insolvenz
staatsanwaltliche Ermittlungen gegen einen Kreis von über 20 Personen. Diese waren bzw. sind
als Vorstände, Aufsichtsratsmitglieder, Geschäftsführer von Tochterunternehmen oder
Mitarbeiter mit Konsum Berlin verbunden, ermittelt wird aber auch gegen Wirtschaftsprüfer und
Steuerberater. Es geht um Untreue und andere Delikte. Ein Ende dieser nun schon beinahe vier
Jahre dauernden Untersuchungen ist nach meinem Kenntnisstand gegenwärtig nicht abzusehen.
BLN-Gespräch mit Vorstand Heiderose Reimer, Teil 2
Vorspann
In Ausgabe 12/07 veröffentlichten die Berliner LOKALNACHRICHTEN den 1. Teil
eines Interviews unseres Freien Mitarbeiters Werner Rahn mit Konsum-Vorstand
Heiderose Reimer. Sie informierte dabei über Themenbereiche wie Rückzahlung der
Geschäftsguthaben, Widerrufe, Kündigungen, Erbfallangelegenheiten, das verbliebene
Vermögen, die Arbeit der Satzungskommission, die Personallage und den Stand der
staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen eine Gruppe von über 20 Personen wegen
Untreue und anderer Delikte.
Zugleich war das eine erste Resonanz auf den Ende April an über 108.000 Mitglieder
gesandten Brief, in dem detailliert über die Beendigung der Insolvenz, das geplante
Unternehmenskonzept, die zukünftige Servicetätigkeit sowie die sich für die Mitglieder
ergebenden Konsequenzen informiert worden war.
Weit mehr als 5000 Mitglieder haben bisher in Briefen, Faxen, Mails und
Telefonanrufen reagiert, brachten und bringen weiterhin Zustimmung und Freude, aber
auch Misstrauen, Unsicherheit und Kritik zum Ausdruck. Vor diesem Hintergrund trafen
sich am 7. Juli auch die Vertreter am Firmensitz zu einer Informationsveranstaltung. Aus
diesen Kreisen wurden weitere Einzelheiten zu Themenbereichen wie Insolvenzkosten und
Unternehmenskonzept bekannt. Während an das Amtsgericht Charlottenburg, wie in Teil
1 berichtet, rund 303.000,-Euro bezahlt wurden, erhielt Insolvenzverwalter Dr. Schröder in
mehreren Raten insgesamt über drei Millionen Euro. Diverse Gutachten und Konzepte
kosteten in den zurückliegenden drei Insolvenz-Jahren alles in allem rund 1,7 Millionen
Euro. Addieren wir die Teilbeträge, dann stehen über fünf Millionen Euro zu Buche, die
zur Rettung von Konsum Berlin aufgebracht werden mussten.
Das Unternehmenskonzept, das sowohl für die mittel- wie langfristige Entwicklung der
Genossenschaft bedeutsam ist, bedarf starker, verantwortungsbewusster, einem modernen
Genossenschaftsgedanken untergeordnete Anstrengungen aller Gremien – vom Vorstand
und den verbliebenen wenigen Mitarbeitern über den Aufsichtsrat und den Konsum-
Prüfverband bis hin zur Vertreterversammlung.
Zu weiteren mit dem Neustart von Konsum Berlin verbundenen Fragen äußert sich
Heidrose Reimer im 2. Teil des Interviews.
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Was die Kosten angeht, so sind in diesem Kontext auch die Forderungen der knapp 1000
ungesicherte Kleingläubiger von Interesse, deren jeweiligen Beträge entsprechend dem
Insolvenzplan mit 10 Prozent bedient werden.
Bei den Kleingläubigern handelt sich vor allem um Handwerker, Gewerbetreibende,
mittelständische Serviceunternehmen, für die insgesamt ein Betrag von rund einer Million Euro
zu Buche steht. Diese Summe wird seit Ende Mai in den Detailbeträgen überwiesen.
Abgeschlossen ist dieser Vorgang, wenn alle hierbei sichtbar werdenden Veränderungen
bearbeitet sind.
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Weitere Millionenbeträge sind im Zusammenhang mit komplizierten Einzelaktionen im Zuge
der Insolvenzbeendigung an Bund, Land, Finanzamt und eine Erbengemeinschaft gegangen.
Damit ist die Genossenschaft für die Zukunft frei von weiteren Ankaufsverpflichtungen, wie sie
im ursprünglichen Insolvenzplan vorgesehen waren, was sich möglicherweise sogar
existenzbedrohend hätte auswirken können.
Was geschieht mit den Kapitaleinlagen, die viele Mitglieder der GbR „Rettung des
Konsum Berlin“ überwiesen haben?
An dieser „Rettungsaktion“ beteiligten sich rund 2300 Mitglieder, in der Mehrzahl mit
Beträgen von 25,- oder 50,-Euro. Die Summe von 85100,- Euro wurde auf dem Konto der SEBBank
in Hamburg deponiert. Da mit der Aufhebung der Insolvenz der Gesellschaftszweck
weggefallen ist, werden die Beträge ab Juli zurück gezahlt.
Zum Stand der bereits angekündigten Satzungsänderungen haben Sie in Teil 1 des
Interviews bereits informiert. Können Sie das nach der Vertreter-Information noch ergänzen?
Beispielsweise werden die Einberufungsfristen und die Veröffentlichungsvorschriften für
die Vertreterversammlung angepasst. Konkret heißt das: von nun an wird das Internet als
Informationsquelle verwendet, eine teure Anzeige in der Berliner Zeitung fällt weg.
Besonders wichtig ist mir der Hinweis, dass eine bisher geltende Festlegung, nämlich die
des § 30 (3) beibehalten werden soll. Das heißt, es soll auch in Zukunft keine Nachschusspflicht
für die Mitglieder geben. Konkret bedeutet es, dass bei einer eventuellen neuen Insolvenz diese
nicht verpflichtet sind, weitere begrenzte oder sogar unbegrenzte Geldbeträge zu zahlen.
Das Durchschnittsalter der Konsum-Mitglieder ist hoch. Insofern ist das Thema Vererbung
von Geschäftsguthaben bedeutsam. Zum Stand der Dinge...
Wir haben dazu Vordrucke vorliegen, in denen die entsprechenden Modalitäten formuliert
sind. Allerdings werden in diesem Kontext gegenwärtig von Fachleuten des Zentralverbandes
Deutscher Konsumgenossenschaften noch einige der komplizierten juristischen Fragen unter
dem Stichwort „Übertragung von Geschäftsguthaben“ geklärt, die auch in eine präzisierte
Satzung Eingang finden. Das soll bis zum Herbst geschehen sein.
Im Brief an die Mitglieder sind auch Beispiele für den zukünftigen Genossenschafts-Service
aufgeführt: Schwab-Katalog, Bürgerbräu, extra, HypoVereinsbank, Gota-Tapeten-Fachmarkt,
Müggelsee Terrassen Rübezahl. Wie soll es weitergehen?
Anknüpfend an alte Handelstraditionen sowie die im Zusammenhang mit der für das Jahr
2003 geplanten Einführung der Konsum-Card ist eine Weiterführung der Aktivitäten unter den
veränderten Bedingungen angedacht. Die Konsum-Card behält ihre Funktion als
Mitgliederausweis. Außerdem dient sie zukünftig als Berechtigungsbeleg für die
Inanspruchnahme von Einkaufsvorteilen. Die seinerzeit geplante Nutzungsgebühr ist hinfällig.
Wie sieht die Zeitschiene aus?
Dazu soll noch in diesem Jahr – voraussichtlich im November – ein neues
Partnerverzeichnis an die Mitglieder gehen. Darin sind Unternehmen und Einrichtungen des
Einzelhandels, Kultur-Dienstleister und sonstige Partner zusammen gefasst. Ziel ist es, unseren
Mitglieder verbesserte Konditionen zu vermitteln und über diesen Weg auch den durch die
Insolvenz stark in Mitleidenschaft gezogenen Genossenschaftsgedanken wieder aufzupolieren.
Über relevante Einzelheiten, wie beispielsweise Reisen, Exkursionen, Varitè-Besuche werden
wir die Genossenschafter, auch unter Einbeziehung der Berliner LOKALNACHRICHTEN, auf
dem Laufenden halten.
Sicherlich ist hier auch das Engagement der Mitglieder selbst gefragt...
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Darin sind wir aus verständlichen Gründen besonders interessiert. Uns ist jede Anregung,
jeder Vorschlag willkommen. In dem Maße, wie die Mitglieder realisierbare Angebote machen,
steigen letztendlich auch die Chancen weitere Erträge zu erzielen, die Wiedererstarkung der
Genossenschaft zu fördern und auf diesem Wege auch die Zeit bis zur Rückzahlung von
Geschäftsguthaben zu verkürzen.
Welche Möglichkeiten haben die Mitglieder, sich im Einzelfall noch genauer über ihre
persönlichen Probleme zu informieren?
Wie schon im Teil 1 hingewiesen, gibt es die offiziellen Sprechstunden am Firmensitz
dienstags 9-13 Uhr und donnerstags 13-18 Uhr. Das schließt aber die Vereinbarung von
Terminen, sozusagen außer der Reihe, nicht aus. Weiterhin werden wir die derzeit erreichbaren
rund 80.000 Mitglieder zukünftig auch zu Informationsveranstaltungen einladen. An diesen
werden ggfls. sowohl Vertreter als auch Mitglieder des von Dr. Matthias Schindler geleiteten
Aufsichtsrates teilnehmen.
Kann davon ausgegangen werden, dass das komplette Interview auch auf der Konsum-
Hompagde nachzulesen ist?
Das wird er Falle sein. Wie überhaupt die Genossenschaft viel stärker als in früheren Zeiten
diese Informationsquelle für ihre Mitglieder nutzen wird.
Weitere Informationen
Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend eG
Josef-Orlopp-Straße 32-35
10368 Berlin
Tel.: 030/55677-0
Fax: 030/55677480
Mail: mitglieder@konsum-berlin.de
www.konsum-berlin.de